Sommerzeit = Pythiumzeit

Sommerzeit = Pythiumzeit

Pythium im Rasen wird oft mit Trockenschäden verwechselt. Typische Symptome, begünstigende Faktoren und wirksame Vorbeugung im Überblick.

Pythium im Rasen wird oft mit Trockenschäden verwechselt. Typische Symptome, begünstigende Faktoren und wirksame Vorbeugung im Überblick.

Rasenkrankheiten

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Rasenkrankheiten

Martin Rinderknecht
Martin Rinderknecht

Martin Rinderknecht

23. Januar 2026

Pythium
Pythium
Pythium

Pythium im Rasen – oft fälschlich als Trockenschaden erkannt

In den Sommermonaten treten im Rasen häufig plötzlich kahle Stellen auf. Diese können klein bleiben oder sich innerhalb weniger Tage auf mehrere Quadratmeter ausdehnen. Ein klares Schadensmuster fehlt oft. Obwohl die Symptome meist mit Trockenheit in Verbindung gebracht werden, handelt es sich in vielen Fällen um eine Pythium-Infektion.

Pythium befällt vor allem gestresste und geschwächte Gräser. Abhängig von Boden- und Lufttemperatur können unterschiedliche Pythium-Arten aktiv sein.

Befall bei Neu- und Nachsaaten

Besonders gefährdet sind junge Gräser in Neu- oder Nachsaaten. Der Erreger kann die Keimung beeinträchtigen oder dazu führen, dass die Pflanzen kurz nach dem Auflaufen absterben. Typisch sind rötliche Verfärbungen, abgestorbene Wurzeln und eine stark eingeschränkte Wasseraufnahme. Die Pflanzen lassen sich leicht aus dem Boden ziehen.

Die Verwechslung mit Trockenstress ist in dieser Phase kritisch, da zusätzliche Bewässerung die Ausbreitung des Erregers begünstigt.

Befall bei bestehenden Rasenflächen

Auf etablierten Rasenflächen verursacht Pythium Blatt- und Wurzelfäulen. Erste Anzeichen sind kleine, feuchte, rotbraune Flecken mit weich wirkenden Gräsern. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann ein helles, watteartiges Pilzgeflecht sichtbar werden. Unter günstigen Bedingungen breitet sich der Befall sehr schnell aus.

Begünstigende Faktoren

  • hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit

  • warme Nächte und hohe Bodentemperaturen

  • Staunässe, Taufeuchte und mangelnde Durchlüftung

  • Bodenverdichtungen und Rasenfilz

  • Stickstoffüberschuss bei Kaliummangel

  • zu hoher pH-Wert

  • zu dichte oder zu tief abgelegte Einsaat

Vorbeugung

  • angepasstes Bewässerungsmanagement (morgens bewässern)

  • Reduktion von Rasenfilz und Bodenverdichtungen

  • ausgewogene Düngung mit ausreichendem Kalium

  • Kontrolle des pH-Werts

  • korrekte Saatmenge und Ablagetiefe

  • Einsatz von behandeltem, pythiumreduziertem Saatgut

Vorteile von Fertigrasen für Sportplätze
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