Martin Rinderknecht
17. September 2024
2023 wurden in allen Kantonen der Schweiz und in Liechtenstein rund 150 Lockstofffallen zur Überwachung des Japankäfers aufgestellt. Besonders in Basel-Stadt, Solothurn und Tessin wurde intensiver überwacht, da in den Jahren zuvor Käfer gefunden wurden. 2024 wurden bereits in Basel-Stadt und Basel-Landschaft weitere Japankäfer gefangen, die jedoch als isolierte Population gelten.
Die Käfer breiten sich meist entlang von Verkehrswegen aus. In Zürich und Wallis wurden Populationen entdeckt, wobei die im Wallis mit der Ausdehnung der Befallszone aus Norditalien zusammenhängt. Beide Kantone haben Bekämpfungsmaßnahmen und zusätzliche Fallen angeordnet. Für 2024 ist eine intensivere Überwachung geplant.
Der Japankäfer (Popillia japonica) befällt über 400 Pflanzenarten. Die Larven schädigen Wiesen, während die erwachsenen Käfer Blätter, Blüten und Früchte fressen. Seit seiner ersten Entdeckung 2017 im Tessin hat sich der Käfer in der Schweiz verbreitet. Er gilt als Quarantäneschädling und unterliegt Melde- und Bekämpfungspflicht.
Es gibt noch keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel, aber Versuche mit biologischen Methoden zeigen positive Ergebnisse. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung frühzeitig zu verhindern.

Die ausgewachsenen Käfer sind 8 bis 11 mm lang. Ihr Halsschild glänzt auffällig in Goldgrün, während die Flügel kupferfarben sind. Unter den Flügeldecken befinden sich auf jeder Seite fünf weiße Haarbüschel, und am letzten Körpersegment befinden sich zwei weitere. Weibchen sind in der Regel grössr als Männchen. Bei Gefahr erstarren die Käfer und strecken ihre Beine ab. Ihre Hauptflugzeit liegt zwischen Mitte Mai und August, und sie treten oft in Gruppen auf.
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