Gray Leaf Spot auf dem Sportrasen

Erreger: Pyricularia oryzea / Gray Leaf Spot.

Im Jahre 2003 wurde die Krankheit erstmals in Europa auf Golfflächen festgestellt. Die Sportrasenflächen sind durch ihre Gräserzusammensetung ebenso stark gefährdet. Der Gray Leaf Spot befällt hauptsächlich Lolium-Arten. Ursprünglich ist diese Pilzerkrankung bei den Reispflanzen bekannt.

Die Blattflecken haben etwa 1.8- 2.00 mm Durchmesser und sind dunkelgrün bis braun verfärbt. Mit fortschreitender Infektion beginnen sich die Flecken grau mit einem braunem Rand zu verfärben. Die Blätter vergilben und sterben ab. Die Symptome erinnern an typische Trockenschäden oder einem Befall mit Pythium. Die Scherfestigkeit veringert sich merklich.

Gray Leaf Spot befällt die Cold-Season-Rasengräsern vor allem die beiden Lolium-Arten – Lolium perenne und Lolium multiflorum – sowie dem Rohrschwingel (Festuca arundinaceae).

Dies ist vorallem für Hybridrasen, die fast einen Bestand von 100 % Lolium haben ein grosses Problem.

Auftreten: Der Krankheitserreger überdauert überwiegend als Myzel im Rasenfilz oder an bereits befallenen Pflanzen. Zu einer stärkeren Infektion kommt es bei warmer Witterung mit langer Blattbefeuchtung und hoher Luftfeuchtigkeit . Besonders befallen werden junge Lolium-Gräser (Neueinsaaten, Nachsaaten). Ebenso die Bodenverdichtung durch eine hohe Nutzung fördert den Befall. Allgemeind sind die Gräser durch Stress empfindlicher, zum Beispiel durch Trockenheit, keine Ruhephasen mehr in den Stadien wegen der Beleuchtung und der Bodenheizung.

Wieso sind so häufig Stadien betroffen?

Folgende Faktoren begünstigen den Gray Leaf Spot :

  • Die optimalen Temperaturen 28-32 °C, Nachttemperaturen deutlich über 20 °C liegen.
  • Gray Leaf Spot ein typischer Sommer-Erreger. Er wird durch die klimatische Situation in den Stadien absolut begünstigt. Tiefe Temperaturen reduzieren den Befall. Durch die Bodenheizungen wird jedoch die Frosteinwirkung verhindert.
  • Flächen mit hoher und intensiver Sonnenbestrahlung
  • Hohe Luftfeuchtigkeit mit andauernder Blattnässe (Tau, länger als 7 h). Probleme entstehen auch mit dem Pitch Watering vor dem Match. Dies fördert bei den Gray Leaf Spot ebenfalls in den Sommermonaten. Es sollte darauf verzichtet werden.
  • Die Infektion mit Gray Leaf Spot korreliert eindeutig positiv mit der Höhe der Stickstoffgabe. Eine hohe Stickstoffversorgung fördert den Befall, nur langsam lösliche N Formen verwenden.
  • Kein Schnittgut liegen lassen

Vorbeugung und Bekämpfung: Ergeben sich grösstenteils aus den obig genannten Faktoren die den Gray Leaf Spot begünstigen. Hohe Stickstoffgaben in den feuchtwarmen Wochen im Sommer vermeiden. Verdichtete Böden lockern und Gräser optimal mit Wasser versorgen. Die Dauer der Blattbenässung ist zu verringern (Tau abwedeln, Beregnung erst in den Morgenstunden, nie feucht in die Nacht lassen, Verzicht auf Bewässerung vor dem Match. Regelmässiger Filzabbau.

Gray Leaf Spot

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